4 Reaktionen zu “Das ist doch nur Sex#110”

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Also irgendwie gehen mir diese ganzen Weltuntergangsberichte gehörig auf den Senkel. Aus 83 - zugegebenermaßen tragischen - Einzelschicksalen aus dem Berliner Ghetto lässt sich doch kein Trend ableiten. Unsere Jugend ist je nach Studie alkoholabhängig, sexsüchtig, emotional verarmt, bindungsunfähig, verblödet oder alles zusammen - sorry, so ‘nen Scheiß habe ich mir als Jugendlicher auch schon anhören müssen. Was mich viel mehr nervt, ist der Voyeurismus, den unsere Gesellschaft angesichts solcher Reportagen an den Tag legt. Man nehme ein paar Extremfälle, bevorzugt aus sozialen Randgruppen und leite daraus einen gesellschaftlichen Trend ab. Ok, es gibt mit Sicherheit Autoren, die aus persönlicher Betroffenheit über solche Missstände berichten, aber verallgemeinern darf man es glaube ich trotzdem nicht.

Wenn ich mich im Umfeld meiner Tochter (22) so umschaue, bemerke ich, dass die Mädels heute wesentlich konservativer sind als ich das in dem Alter war. Vielleicht sollte ich mal eine entsprechende Studie veröffentlichen. Obwohl die vermutlich niemand lesen würde, weil alles so normal ist. Sexualität war bei meiner Frau und mir niemals ein Tabuthema und wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht. Also ist es auch für unsere Tochter etwas Normales. Die im Buch beschriebene Mutter-Tochter-Beziehung ist mit Sicherheit darauf zurückzuführen, dass die Mutter schon mit einem gewaltigen Schaden aus der eigenen Kindheit belastet ist.

Und dass Pornos heute überall zu haben sind, bedeutet nur, dass es eine entsprechende Nachfrage gibt. Das ist dann aber auch kein Jugenphänomen, sondern wiederum ein gesamtgesellschaftlicher Trend. Persönlich kann ich das nicht nachvollziehen, denn ich finde diese Machwerke oberflächlich, langweilig und absolut unerotisch. Na egal, lasst euch nix vormachen: so schlimm ist die Masse unserer Kids garnicht. Und wenn früher alles besser war, frage ich mich im Ernst, wozu die Menschheit den Fortschritt erfunden hat.

Mr. Wrong am 22. September 2008 um 12:02

Hallo Mr. Wrong

Du hast ansatzweise recht…die Zeiten haben sich geaendert. Die heutige Jugend kommt schneller und viel einfacher an das “Material”. In Zeiten von Internet und Handy ist es eine Leichtigkeit. Dennoch finde ich es gut, dass solche Sachen aufgezeigt und Thematisiert werden.
Die Sache mit der Mutter und der Tochter zeigt auch auf, dass es von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Wie ich schon sagte, wenn die Tochter es nur so vorgelebt bekommen hat wie soll sie das auch anders weiter geben.

Dennoch ist es Fakt, dass Jugendliche zu leicht an Alkohol und nicht Jugendfreien Filmmaterial kommen. Dem sollte man entgegen wirken, und nicht tot schweigen weils zur einer vermeintlichen “Normalitaet” gehört.

Lg Taka

admin am 22. September 2008 um 13:14

Salü,
Guter Podcast.
Wenn das alles wahr ist, dann ist das ja erschreckent!
Aber es wird auch bei uns (Schweiz) nicht besser sein.
Macht weiter so!
Tschüss.

Matthias am 25. September 2008 um 16:37

Hallo Susanne & Takarina,

herzlichen Dank für diese sehr gelungene Podcast-Folge. Ich finde die Gesprächssituation sehr angenehm zum Zuhören, auch wenn die Aufnahmequalität nicht optimal ist. Das geht mir Gastbeiträgen in der Krimikiste ja genauso… Habe mir das Buch bei Buchticket eingetauscht, die Folge hat mich neugierig gemacht.

Kriminelle Grüße,
Kristine

Kristine am 29. September 2008 um 18:09
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